Neue Chutzechäschte montiert

Die Kästen wurden von Silas Heid angefertigt und durch Hansueli Stohler und Martin Suter montiert.


Bericht Vereinsreise (siehe unter Gallerie+Berichte)


Projekt Gartenrotschwanz – Rückblick auf diesen Sommer

 

Langsam verabschiedet sich der Sommer. Der Gartenrotschwanz ist schon Anfang bis Mitte August weggezogen. Sein Ziel sind die Savannen südlich der Sahara. Er muss auf seinem Weg die Alpen, das Mittelmeer und die Wüste Sahara überqueren.

 

Bei uns ist er selten geworden, darum wollten wir etwas für ihn tun. Wir haben an vielen Orten Nistkästen für ihn aufgehängt, die meisten haben ein Doppelloch, weil der Vogel gern im Inneren des Kastens etwas Licht hat. Vor allem in den Familiengärten im Hintererli wurde er mit vielen Kästen und Kleinstrukturen wie Ast- und Steinhaufen angelockt. Blumenwiesen, die den Insekten Nahrung und Unterschlupf bieten, wurden für ihn angelegt. Er ist reiner Insektenfresser, also Spinnen, Heugümper, Käfer. Und die lieben warmen Boden und kleinräumige Strukturen.

 

Und kam er auch? Er wurde ab April an verschiedenen Orten gehört und gesehen, im Alten Gottesacker, beim Adler-Hof, auch im Hintererli. Ob es immer der Gleiche war? Oder ob es mehrere einzelne Männchen waren? Das können wir nicht sagen. Aber es scheint, dass er kein Weibchen gefunden hat, jedenfalls kann niemand eine Brut bestätigen.

 

Einzig oben im Gebiet Reben – Hagenbächlein gab es eine Brut und zwar in einem Privatgarten, der naturnah gestaltet wird, mit Beerenhecken, Apfelbäumen, Blumenwiese. Dort nistet der Gartenrotschwanz, angeblich schon seit Jahren.

 

Wir hoffen nun, dass im neuen Jahr eines der Jungen aus dieser Brut den Weg zum Adlerhof und weiter zum Hintererli finden wird.

 

Christine Vögtli-Buess, NVV-Pratteln

 


Kurt Suter hat folgende interessante Videoaufnahmen veröffentlicht.

Auch zu finden unter

www.pratteln.net

 


Gimpel

Er heisst auch „Dompfaff“ wegen der schönen roten Brustfärbung. Das Weibchen ist auch sehr schön, aber dezenter und grau an der Brust.

 

Im Winter war er häufig in Pratteln zu sehen und zu hören, in der Umgebung des Friedhofs oder am Waldrand zum Adler hinauf. Gern hält er sich in ganzen Trupps auf. Der Gesang ist leise, weich. Sein Futter, nämlich Knospen und Samen von Bäumen und Kräutern, findet er an allen Orten, er braucht darum kein Revier zu besetzen.

 

Nun, da es wärmer ist, ist er wohl in höhere Lagen gezogen. Er hält sich gern in der Umgebung von Fichten auf und baut sein Nest im dichten Geäst von jungen Fichten, aber auch im Dickicht von Hecken.                                                      Christine Vögtli

 


 

 

Projekt Gartenrotschwanz                                                      Foto: Nicolas Martinez

 

 

Unser Verein verfolgt ein Projekt zur Förderung des Gartenrotschwanzes, denn dessen Lebensraum ist stark bedroht und er steht auf der Roten Liste der seltenen Vogelarten.

 

 

 

Es gibt zwei Rotschwänze: den Haus- und den Gartenrotschwanz.

 

Der Hausrotschwanz hat sich an unsere Siedlungen gut anpassen können. Er frisst Insekten, aber auch Beeren und Samen. Jetzt ist er in S-Europa und kehrt ab Mitte Februar zu uns zurück. In den frühen Morgenstunden singt er dann wieder von den Hausdächern sein Lied.

 

Der Gartenrotschwanz stellt mehr Ansprüche: er frisst nur Insekten. Diese jagt er gerne in naturnahen Gärten. Die Familiengärten in Basel gefallen ihm. Nun versuchen wir, ihm in den Familiengärten im Hintererli einen guten Lebensraum anzubieten.

 

Er ist jetzt weit fort, in Afrika, und kommt Anfang April zurück.

 

 

 

Fotos: Marco Savoldelli

 

Text: Christine Vögtli-Buess

 


177 Nistkästen werden von uns betreut

Bild links:  Ein junger Star beobachtet...                        Bild rechts: Schwalben-Nester belegt mit Jungvögeln

Fotos von Christine Vögtli

So viele Nistkästen hat der Natur- und Vogelschutzverein Pratteln im vergangenen Winter betreut und gereinigt.

Dabei sind die vielen Nistkästen in privaten Gärten nicht mitgezählt, die ihrerseits von Privat gereinigt werden.

Der Verein betreut ausserdem 120 Nester für Schwalben sowie 34 Kästen für Mauersegler.

Übrigens:

Wir suchen eine Person, die in Freiwilligenarbeit die Nisthilfen für Schwalben und Mauersegler betreut, eine Person, die gerne auf eine Leiter steigt und mit Werkzeugen umgehen kann. Arbeitsaufwand: ca. 3 – 4 halbe Tage pro Jahr.

Kontakt: Christine Vögtli-Buess, Tel. 061 821 35 51.